Leseförderung

Kindern „Appetit“ auf Bücher zu machen und eine Freundschaft zwischen Kind und Buch zu stiften, ist eine Kernaufgabe unserer Schule.
Unsere Schritte auf dem Weg zur Lesefreude:
In der Zusammenarbeit mit den Kindergärten sowie bei den Einschulungsgesprächen weisen wir bereits eindringlich auf den Stellenwert des Bilderbuchs und das Ritual des täglichen Vorlesens durch die Eltern hin.
Die Schulanfänger erfahren und erleben „Lesen und Schreiben von Anfang an“.
Mit der Anlauttabelle erschließen sie sich die ganze Welt der Schrift mit allen Sinnen, stellen früh Eigentexte her, produzieren Minibücher, lesen als Kinderautoren Selbstgeschriebenes vor beim Monatsabschluss, erfahren Feedback, Respekt und Würdigung ihrer Anstrengungen bei ihren Präsentationen oder zum Abschluss von Projekten.

Im zweiten Halbjahr beginnen klassen- und ggf. jahrgangsübergreifende Leseförderstunden der Klassen 1 ( 2 ) mit „Lesemüttern (-vätern)“ als Unterstützung. Nach den Herbstferien erhalten die Erstklässler die Möglichkeit, sich in einer großen Pause ein Buch aus der schuleigenen Bücherei auszuleihen.
Mittlerweile verfügen wir über fast 2000 Titel aus der aktuellen Kinderliteratur, Klassiker wie Lindgren und Kästner inbegriffen, und dem Sachbuchbereich.
Das Angebot wird dank der Unterstützung durch den Förderverein der Schule sukzessiv erweitert.
Um auch den Leseinteressen von Jungen zu entsprechen, bieten wir motivierende Sachbücher, Fußballgeschichten, Kinderkrimis, Comics und Abenteuerbücher an, die auch Mädchen gleichermaßen schätzen und ausleihen.
Männliche und weibliche Protagonisten in den Büchern befinden sich in einem ausgewogenen Verhältnis. (Gender Mainstreaming)
Die Bücherei steht den Kindern an zwei Tagen in den Pausen zur Ausleihe zur Verfügung und wird von einer Schulverwaltungsassistentin kontinuierlich betreut und verwaltet.
Klassen 1 und 2 / große Pause dienstags
Klassen 3 und 4/ große Pause donnerstags
Anhand der Karteikarten können die KlassenlehrerInnen die Leseinteressen ihrer Schüler und Schülerinnen verfolgen, bei nachlassendem Leseinteresse steuernd eingreifen oder Rücksprache mit den Eltern halten, Beweggründe hören und beraten.

Bücher können auf vielfältige Weise Gegenstand zu gemeinsamem Gespräch in der Klasse sein: Persönliche Hitliste, Buchvorstellungen, Buchempfehlungen, Inhaltsangaben, Beschäftigung mit bestimmten Autoren und Autorinnen, Lesetagebuch führen, Lesewettbewerbe, Lesefeste, Gestaltung einer Schülerzeitung, Kenntnisse um die Entstehung von Büchern, Fachbegriffe rund um das Buch, Vorschläge für weitere Bestandsanschaffungen von Kindern für die Schulbücherei u.v.m.

Uns interessiert jedoch nicht nur, dass gelesen wird, sondern auch wie gelesen wird.

Unsere Schulbücherei enthält viele Titel, die im computergestützten Antolin-Programm enthalten sind. Die Gemeinde Lippetal ermöglicht uns die jährliche Erneuerung der Schullizenz. Die Teilnahme am Antolin-Programm schafft zusätzlichen Anreiz, die Kinder nehmen sich gegenseitig mit und spornen sich an.
Das Antolin-Programm überprüft die Sinnerfassung des Gelesenen individuell und gibt der Lehrerin und dem Lehrer ein Feedback zum Leistungsstand des einzelnen Kindes (Punktekonto).
Die Lehrerinnen und Lehrer können steuernd und beratend eingreifen.
Die beiden medialen Bereiche Bücherei und Computerraum sind so in sehr sinnvoller Weise aufeinander bezogen.
Im Unterricht aller Jahrgänge haben Projekte und Werkstattunterricht zum Thema „Lesen“ einen festen Bestandteil. Unter dem Motto „Lesen heißt auf Wolken liegen…“ feiern wir jedes Jahr am Freitag vor den Osterferien ein Lesefest, wo Kinder aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen dürfen. Hierzu werden auch die kommenden Schulanfänger aus den Kindergärten eingeladen. Um die individuelle Leseförderung weiter voran zu bringen, erproben wir im Schuljahr 2009/2010 die Leseförderschiene im Unterricht der 2. und 4. Jahrgänge. Dabei stehen die Schulung der Lesefertigkeit und die Schulung des Textverstehens im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler werden in einer Förderstunde entsprechend ihrer Lesekompetenz den jeweiligen Niveaustufen bezogen auf die Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase bzw. am Ende von Klasse 4 temporär zugeordnet. Aus zwei Klassen werden drei Gruppen gebildet. Somit kann jeder Schüler und jede Schülerin in dem so wichtigen Bereich „Lesen“ noch individueller gefördert werden.